Sonntag, 4. August 2019

Still Alive- Sie weiß, wo sie dich findet

Rezension zu "Still Alive- Sie weiß wo sie dich findet" 

von Claire Douglas

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*Werbung - unbezahlt
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Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung und wurde nicht durch Dritte beeinflusst.
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Vielen Dank an den Penguin Verlag für das übersenden des Rezensionsexemplars.
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Libby und ihr Mann Jamie brauchen dringend eine Auszeit und freuen sich deshalb umso mehr, als ein Angebot für einen Haustausch im Briefkasten liegt. Sie verlassen ihre kleine Wohnung, und machen sich auf dem Weg zu einer hochmodernen Villa in Cornwall. Die Villa liegt sehr abseits an einer Steilküste, und gehört den Heywoods. Libby und Jamie können ihr Glück kaum fassen, bis sich plötzlich alles ändert. Denn es passieren ab diesem Tag seltsame Dinge, die Tür steht offen obwohl sie verschlossen wurde, ihr Mann Jamie wird vergiftet. Libby hat immer mehr das Gefühl das sie beobachtet werden und ihre Vergangenheit wird immer präsenter,  oder hat sie sogar eingeholt.
Libby hat Angst alles zu verlieren….ist ihre Angst begründet???
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Claire Douglas hat im letzten Jahr bereits mit ihrem ersten Thriller "Missing" einen Erfolg gelandet. Mit ihrem zweiten Buch konnte sie in die selbe Richtung gehen.
Am Cover erkennt man eindeutig den Stil der Autorin, dessen zweites Buch sich gut an das erste Buch anpasst. Das Cover ist dunkel gehalten und relativ farbneutral. Man sieht das Meer an der Steilküste und die teuere Villa, in der die Protagonisten eine zeitlang leben. Im Vordergrund sieht man eine junge Frau in einer Türkisen Jacke, die mit schnellen Schritt vom Leser weggeht und sich sichtbar unwohl und beobachtet fühlt. Der Titel des Buches bildet einen Farbakzent und strahlt etwas bedrohliches aus.
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Claire Douglas schreibt in der Ich- Form und geht deshalb auf eine persönliche Ebene mit dem Leser.  Somit kann man sich besser in Libby hinein versetzen, kann ihre Angst und Unsicherheit spüren. Auch die Denkprozesse ermöglichen es dem Leser nachzudenken und zu analysieren in welche Richtung es gehen könnte.
Die Autorin schreibt sehr ansprechend und flüssig, dadurch ist alles sehr bildlich. Gerade bei einem Thriller finde ich es wichtig, dass der Leser eine gewisse Spannung am eigenen Körper fühlen kann, dies ist dadurch möglich.
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Die Autorin unterteilt das Buch in drei Teile, damit der Leser sich besser auf die verschiedenen Ort und Zeiten einlassen kann. Ansonsten sind die rund 450 Seiten in Kapitel unterteilt, die jeweils zwischen 10-15 Seiten haben und sehr übersichtlich sind.
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Der Spannungsaufbau wurde sehr geschickt von der Autorin eingebaut und zieht sich durch das komplette Buch. Am Anfang baut sich die Spannung langsam auf und ein unheimliches Gefühl macht sich breit. Der mittlere Teil der in Thailand spielt, ist meiner Meinung nach etwas zu lang und hätte auch kürzer gefasst werden. Hier ist ein Spannungstief erkennbar, das eher unnötig gewesen ist.
Der Rest des Buches ist mit einen unglaublichen guten Plot ausgearbeitet und überraschend den Leser mit Unvorhersehbarkeit.
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Inhaltlich möchte ich nicht zu viel verraten, allerdings kann ich sagen das es für mich in Richtung Pyschothriller geht, zumindestens ansatzweise. Gegen Ende fand ich alles jedoch ein wenig zu komplex oder einfach zu viel des Guten. Teilweise war es für mich einfach viel zu übertrieben dargestellt.Das Ende des Buches ist dann leider recht offen, was mir leider weniger gut gefallen hat. Zunächst denkt man, nun geht alles in die richtige Richtung und dann ändert sich plötzlich alles wieder. Dies ist zwar sehr schlau gelöst von der Autorin, mir aber leider viel zu offen.
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Fazit:
Ein gutgemachter Thriller, den man sicherlich lesen sollte. Die Autorin beweist ein Geschick beim Aufbau des Plots und als Leser ist man sehr gespannt wie es weitergeht.
Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin, die sicherlich nicht das letzte Buch geschrieben hat.
Allerdings weist das Buch auch einige Schwachstellen auf, die ich bei der Bewertung mit einbeziehen muss. Einen richtig guten Thriller findet man hier meiner Meinung nach nicht vor.
Deshalb 3 von 5 Sterne!
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Samstag, 3. August 2019

Die Welt durch deine Augen

Rezension zu "Die Welt durch deine Augen" 

von Sarah Heine

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*Werbung - unbezahlt
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Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung zum gelesenem Buch, und ist nicht durch dritte beeinflusst.
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Vielen Dank an die Autorin Sarah Heine und den Harper Collins Verlag, für das zusenden des Buches.
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Enya schreibt schon seit Jahren an einem Buch, in das sie ihr ganzes Herz hineinsteckt. Ihr Traum ist es das Buch zu veröffentlichen, doch leider ist dies nicht so einfach. Viele verschiedene Verlage hat sie bereits angeschrieben, doch ihr Traum Schriftstellerin zu werden scheint weit weg zu sein. Als Kellern versucht sie die Zeit zu überbrücken und Geld zu verdienen um sich über Wasser zu halten. Ihr langjähriger Freund Carlo, kann ihren Traum nicht verstehen und scheint ihr seit einiger Zeit eher fremd. Dann lernt sie Janosch kennen, der ihr eine ganz andere Welt eröffnen kann. Janosch versteht ihr Liebe zum schreiben, und hört sich gerne Stellen aus ihrem Buch an. Er inspiriert Enya zu neuen Ideen und zeigt ihr wie toll das Leben sein kann. Doch Janosch hat ein Geheimnis, das plötzlich heraus kommt und Enya unverständlich vorkommt.
Haben die beiden eine Chance und welche Rolle spielt Carlo dabei?
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Das Cover des Buches ist eher schlicht gehalten. Der Hintergrund ist beigefarben und mit Details in Türkis, die die Welt darstellen sollen. Im Vordergrund sieht man den Schattenumriss von einem verliebten, jungen Pärchen. Es ist zwar schlicht gehalten, aber durchaus aussagekräftig, mit dem Titel verbunden.
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Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und bildlich. Die Sätze sind klar und kurz und somit sehr gut verständlich. Schnelles, fließendes Lesen der 314 Seiten, stellte somit kein Problem dar.
Sarah Heine schreibt abwechselnd aus der Sicht von Enya und Janosch, was ich sehr ansprechend fand und interessant. Auf den kompletten 314 Seiten findet man einen emphatischen und emotionalen Schreibstil vor. Sollte jemand vermuten das es dadurch zu kitschig wird, kann ich dem nicht zu stimmen, ich finde es passt sich gut dem Stil des Buches an.
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Zwischenzeitlich findet man in der Geschichte immer mal wieder kursiv geschriebene Abschnitte. Bei diesem Abschnitt handelt es sich um Passagen aus Enyas Buch, aus dem sie Janosch vorliest. Diese Abschnitte sind sehr emotional und erinnern an einen Brief oder eine Offenbarung für einen geliebten und wichtigen Menschen. Hier kann man meiner Meinung nach die Liebe zur Literatur bei Sarah Heine erkennen. Die Abschnitte sind nicht nur emotional, sondern auch sehr poetisch. Als Leser kann man somit zwei Geschichten in einer verfolgen, dies finde ich sehr gelungen formuliert.
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Die Geschichte rund um Janosch und Enya spielt mitten im schönen Wien. Ich liebe die Stadt und war selbst schon dort, und habe deshalb einige Ort wiedererkannt beim Lesen. Der Leser spürt das die Autorin eine gewisse Anziehung zur Stadt pflegt. Die Beschreibungen sind sehr bildhaft und laden den Leser ein nach Wien zu reisen.
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Die Protagonisten im Buch liegen geschätzt und nach einigen Angaben zwischen 25 und 30 Jahren. Enya wirkt leider durch ihre Art ein wenig jünger und konnte mich leider nicht komplett überzeugen. Ich konnte mich nicht komplett in sie hineinversetzen, da sie teilweise etwas naiv dargestellt wurde. Jedoch war sie mir deshalb nicht unsympathisch, und man konnte bis zum Schluss eine gewisse Entwicklung betrachten.
Janosch hingegen ist ein sehr warmer und freundlicher Charakter, der einen direkten Weg ins Herz des Lesers findet. Sonst findet man oft eher BadBoys in solchen Geschichten, hier ist das komplette Gegenteil der Fall und das finde ich sehr ansprechend. 
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Inhaltlich möchte ich nicht zu viel verraten, um den Leser nicht zu Spoilern. Allerdings kann man sagen das es die ein oder andere Überraschung gibt, die sehr gelungen umgesetzt wurde.
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Fazit:
Sarah Heine ist eine junge Nachwuchsautorin von der wir in Zukunft sicherlich mehr hören werden. Ich mag ihren Stil und freue mich auf weitere Bücher von ihr.
Ein gelungenes Buch, das mir einige schöne Lesestunden beschert hat und mich gut unterhalten konnte.
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4 von 5 Sterne
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Donnerstag, 1. August 2019

Wild at Heart -Willkommen im Hotel der Herzen

Rezension zu 

"Wild at Heart - Willkommen I'm Hotel der Herzen" 

von Anne Sanders

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*Werbung - unbezahlt
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Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung zum gelesenen Buch und ist nicht durch dritte beeinflusst.
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Vielen Dank an Blanvalet für das Rezensionsexemplar.
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Die Geschichte spielt an der Küste von Cornwall, in einem kleinen Ort. Im kleinen Familienunternehmen "Wild at Heart" leben und arbeiten Gretchen Wilde und ihre Tochter Nettie, zusammen mit ihrem Schwiegervater Theo. Das Hotel liegt oben auf den Klippen und ist sehr beliebt unter verliebten Pärchen und denen die sich noch nicht gefunden haben. Aber leider ist die Besitzerin des Hotels Gretchen, alles andere als glücklich verliebt.  Vor vier Jahren hat sie ihrem Mann sehr plötzlich verloren, und kann den Schmerz immer noch kaum ertragen.
Ihre Tochter Nettie jedoch möchte die junge Frau verkuppeln und hat sich dafür einen jungen, aber eher unsympathischen Schriftsteller ausgesucht.
Findet Gretchen die Liebe oder kann sie nur andere Paare auf den Weg zur Liebe begleiten?
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Anne Sanders hat bereits einige Bücher geschrieben, die alle an der Küste von England spielen und wunderschöne Orte beschreiben. Beim lesen der Bücher entwickelt sich immer ein schönes Urlaubsgefühl beim Leser. 
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Wie auch die anderen Bücher der Autorin, strahlt das Cover ein sommerliches Flair aus. Der Hintergrund ist schlicht blau, und vorne entdeckt man viele maritime Details, die mich in an einen schönen Urlaub erinnern, mit einer leicht romantischen Note.
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Im vorderen Teil des Buches findet der Leser eine Art Stammbaum, in dem man alle Personen des Buches aufgelistet entdecken kann. Da es zu den Hauptprotagonisten auch viele Nebencharaktere gibt, macht dies auch Sinn. Der Leser kann somit immer auf diese Seite ausweichen, um bei den vielen Namen nicht den Überblick zu verlieren. Ich würde mir so eine Aufzählung in allen Büchern wünschen. 
Leider muss ich aber trotz allem sagen, das es für meinen Geschmack zu viele Personen waren, denen ich beim Lesen nicht richtig gerecht werden konnte. Ich mag es lieber wenn es weniger ist, und diese Personen dann besser ausgearbeitet werden können.
Hier in der Geschichte rund um ein Hotel, macht es aber sicherlich Sinn auch noch einige Hotelgäste oder Mitarbeiter zu erwähnen.
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Anne Sanders beschreibt die Hauptcharaktere recht genau, und versucht alles miteinzubeziehen. Gefühlsmässig erfährt man somit von allen, die wichtigsten Dinge, die für die Geschichte ausschlaggebend sind. Die Autorin schreibt aus der Erzählerperspektive, die sicherlich erstmal gewöhnungsbedürftig ist, aber mir persönlich immer ganz gut gefällt. Denn nur durch diesen Vorteil kann der Leser, einen guten Überblick über alles behalten.
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Das Setting könnte nicht schöner sein und strahlt Urlaubsflair aus. Gerne würde man ein paar Tage in dem kleinen Hotel verbringen, um ein wenig Ruhe zu haben und Kraft zu tanken. Die Besitzer wirken nett und herzlich und die Gegend ist sehr einladend, gerade für Verliebte.
Das kleine Dorf Port Magdalen ist sehr ländlich und somit sind die Bewohner untereinander bekannt, dies strahlt etwas familiäres aus.
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Leider muss ich gestehen das mir Gretchen mit der Zeit ein wenig zu anstrengend wurde. Manchmal wusste ich nicht was ich von ihr halten soll. Sie wirkte oft genervt, überarbeitet und nahe zu überfordert. Dies passt natürlich gut zu ihrer Rolle, aber ich habe nur sehr langsam eine Entwicklung beobachten können. Bis zur letzten Seite konnte man ihr nicht ansehen ob sie glücklich ist oder sich immer noch hinter ihrer Rolle versteckt. Hier erhoffe ich mir im zweiten Teil, der noch in diesem Jahr erscheint, eine deutliche Steigerung. 
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Inhaltlich geht Anne Sanders neben den zarten Liebes- oder Lebensgeschichten der Hotelgäste, immer mal wieder in die Tiefe. Der Schicksalsschlag von Familie Wilde, wird in einem Rückblick näher betrachtet und man erfährt wie tragisch Gretchens Mann sterben musste.
Er lässt seine Familie zurück die nun versucht seinen Wunsch und dem Familienunternehmen gerecht zu werden, dies stellt sich geldlich sowie vom Arbeitsaufwand als sehr schwierig dar. 
Noch dazu stellt sich die Frage: Darf ich mich neu verlieben? oder ist es noch zu früh dazu?
Hier erarbeitet die Autorin sehr gut die Trauer von Theo, Gretchen und Nettie.
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Fazit:
Ein schöner, sommerlicher Roman, den man sicherlich gut am Strand oder See lesen kann. Für den Urlaub eine schöne leichte Lektüre, die aber doch inhaltlich etwas erarbeiten kann.
Ich freue mich auf den zweiten Teil des Buches und bin gespannt, in welche Richtung sicher dieser entwickeln wird.
4 von 5 Sternen
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Dienstag, 23. Juli 2019

Show me the Stars

Rezension zu "Show me the Stars" 

von Kira Mohn

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*Werbung -unbezahlt
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Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung zum gelesenen Buch und ist nicht durch dritte beeinflusst.
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Vielen Dank an Rowohlt und endlich.kyss für das zur Verfügung stellen des Buches.
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Liv ist deprimiert, denn sie hat ihren Job als freie Journalistin verloren ohne den Grund dafür zu kennen. Eigentlich sollte ein großes Interview ihr den großen Start ermöglichen, aber nun ist alles anders. Sie sucht sehr verzweifelt nach einer Lösung und entdeckt eine Anzeige, in der eine Housesitterin für sechs Monate gesucht wird. Nur ist es kein Haus, sondern ein Leuchtturm auf einer unbewohnten Insel vor der irischen Küste. Liv braucht dringend eine Auszeit, um sich klar zu werden wo sie beruflich hin möchte. Sie packt ihre Tasche und macht sich auf den Weg nach Irland. Liv ist begeistert von dem wunderschönen Leuchtturm und die Küste rund herum. Doch Liv kommt in dieser Zeit an ihre Grenzen und wächst über sich hinaus. Dann gibt es da noch den gutaussehenden Iren Kjer, der ihr Herz zum Klopfen bringt.
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„Show me the Stars“ ist der Beginn einer dreiteiligen Reihe, der zweite und dritte Teil erscheinen im September und im Dezember. Ich vermute das sie zwar in sich abgeschlossen sind, allerdings würde ich sie nur der Reihe nach lesen und sich nicht selbst zu Spoilern. 
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Das Cover des Buches ist relativ schlicht gehalten, könnte man sagen. Der Leser betrachtet tosende Wellen, vermutlich an einer Küste. In den Wellen taucht der Titel des Buches auf. Dieser ist hauptsächlich in weiß gehalten, und passt sich gut dem restlichen Cover an. Das Wort „Stars“ ist etwas erhaben und in einen auffälligen pink gezeichnet. 
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Zunächst möchte ich mal auf die Situation eingehen, die Liv erleben durfte. Eine Zeit in einem wunderschönen, alten Leuchtturm am Meer verbringen, mit ganz viel Ruhe, an der irischen Küste. Würde mir jemand das für einen Urlaub anbieten, ich würde jubeln. Schon allein deshalb und weil ich auch in zwei Wochen nach Irland Reise, konnte ich mich sehr gut in Liv hineinfühlen.
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Das Setting hätte die Autorin nicht treffender wählen können. Ich habe bisher noch keinen Roman gelesen, der hauptsächlich in einem Leuchtturm spielt. Die Idee von Kira Mintu ist somit sehr gelungen und originell. Auch die Beschreibungen des Leuchtturmes und der irischen Küste waren sehr detailliert und bildhaft. Ich hatte teilweise das Gefühl ich sitze im Leuchtturm und schaue auf das bewegte Meer. 
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Kira Mohn schreibt sehr flüssig und ansprechend. Ihr Stil ist leicht und unbeschwert und wird durch Humor, gerade in bestimmten Situationen super aufgelockert. Ich konnte beim Lesen durch die Seiten fliegen und fühlte mich den Protagonisten sehr nah.
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Die Protagonisten waren alle gut ausgearbeitet und interessant dargestellt. Schön finde ich das ein wenig, das irische Lebensgefühl mit in die Personen und ihren Charakter einfließt. Hier scheint die Autorin gut recherchiert zu haben und spiegelt dies in ihren Worten wieder. 
Nicht nur die Hauptprotagonisten Kjer und Liv, sondern auch Airin konnte mich schnell begeistern. Die Autorin geht teilweise in die Tiefe, wie beispielsweise bei den Ängsten von Liv, die sie langsam selbst verarbeitet. Anderseits kratzt sie die Geschichte von Kjers Vergangenheit hier nur an. Es bleiben für den Leser ein paar Fragen offen.
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Inhaltlich erwarten den Leser keine großen Überraschungen, aber dies erwartet man auch nicht unbedingt bei diesem Roman und dem dazugehörigen Klappentext. Viel mehr findet man Selbstfindung, eine Auszeit und eine sich anbahnende Liebe. 
Einiges in der Geschichte scheint vorhersehbar, allerdings auf angenehme Art und Weise.
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Fazit:
Das Ende des Buches ist zwar ein Happy End, aber teilweise ist es auch in manchen Teilen ein wenig offen. Ich bin sehr gespannt was uns als Leser in Teil 2 und 3 erwartet. Hier erhoffe ich mir noch einige Details zu den Charakteren dieses Bandes. 
Ein schönes ruhiges Buch, das mir wirklich schöne Lesestunden geschenkt hat und mir die Vorfreude auf Irland noch vergrössert hat. 
Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen und kann nur empfehlen es zu lesen! 
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Dienstag, 16. Juli 2019

Das Haus aus Perlmutt

Rezension zu "Das Haus aus Perlmutt" 

von Esther Destratis

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*Werbung - unbezahlt
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Vielen Dank an die Autorin Esther Destratis, die mir das Buch zum Lesen zur Verfügung gestellt hat.
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Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung zum gelesenen Buch und ist nicht durch dritte beeinflusst.
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Giovanna steht vor den Trümmern ihres Lebens. Ihre einzige Tochter macht sich auf dem Weg in die USA, um dort zu studieren. Genau an diesem Abend, verlässt ihr Mann Henry sie wegen seiner Sekretärin. Wie soll Giovannas Leben nur weitergehen?
Am Ende verliert sie sogar noch das gemeinsame Haus, an ihren Mann und verlässt kurzer Hand das Land. Schon in ihrer Jugend war es ihr größter Traum durch Irland zu reisen, und nun wird der Traum endlich wahr. Die grüne lebendige Insel, zeigt Giovanna schnell was es heißt zu leben.
Sie lernt einige Anwohner kennen, die zu Freunden werden. Einer Frau möchte sie besonders gerne helfen, der sehr zurück gezogenen Monica. Monica führt ein Bed & Breakfast, das aber seit Jahren nicht genutzt wird und sehr abgenutzt ist. Schafft es Giovanna, Monica wieder auf den richtigen Weg zu führen? Kann sie dabei ihr eigenes Schicksal verarbeiten? 
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Das Cover des Buches ist wunderschön und lässt den Leser träumen. Man erkennt ein wunderschönes kleines Cottage direkt am Meer, wie gerne würde man dort übernachten wollen?
Die Farben sind zart und leicht, und passen sich perfekt an das Buch an.
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"Das Haus aus Perlmutt" ist mein erstes Buch der Autorin und ich mag ihren Stil jetzt schon sehr. Esther Destratis schreibt locker und leicht, und strahlt dabei etwas ruhiges und angenehmes aus. Trotz der Schicksalsschläge die Giovanna erleben musste, spürt man zwar die Traurigkeit aber auch eine gewisse Stärke und Mut. Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll und man kann sich wohlfühlen auf den rund 293 Seiten. Ich konnte das Buch fließend lesen, dank des angenehmen Schreibstil. 
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Unterteilt ist das Buch in verschiedenen Kapiteln, über denen man immer deutlich erkennt ob sie von Monica oder von Giovanna handeln. Da die Geschichte über ein Jahr spielt, ist es für mich sehr wichtig das die Monate immer mit über dem Kapitel stehen. So kann man als Leser viel besser mitverfolgen, an welcher Stelle sich die Protagonisten gerade befinden.
In vielen Kapiteln findet man Abschnitte die in kursiv geschrieben sind, und die Gedanken von Monica oder Giovanna verdeutlichen. 
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Neben den Hauptcharakteren Giovanna und Monica, kommen noch viele Nebencharaktere hinzu, die gegen Ende auch eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Neben den etwas unfreundlicheren Charakteren Henry und seiner Geliebten Elaine, kommen noch die beste Freundin von Giovanna und ihre Tochter. In Irland kommen dann noch einige andere sehr freundliche, hilfsbereite Menschen hinzu, die sich gut der Geschichte anpassen. Die vielen Personen mit unterschiedlichen Interessen, machen die Geschichte sehr vielseitig.
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Inhaltlich beschäftigt sich die Autorin damit, das es sich immer lohnt einen Neuanfang zu wagen, egal wie schwer es auch erscheinen mag. Denn um seine Träume und Wünsche zu leben, ist es nie zu spät, man muss nur den ersten Schritt gehen. 
Egal schwer die Verletzung oder der Schmerz ist, wenn einen das Herz gebrochen wird, so lohnt es sich doch sich zu öffnen für jemand neues. Esther Destratis beschäftigt sich sehr feinfühlig mit der Liebe und dem Neuanfang, so dass man es quasi spüren kann.
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Als Setting hat die Autorin Zürich und Irland gewählt. Gerade in Irland beschreibt sie einige Standorte die man gesehen haben muss, genauso wie bekannte Pubs. Am Ende konzentriert sich die Autorin mehr auf den Ort in dem Monica lebt. Für die Hinfahrt nach Irland und das Rumreisen von Giovanna hätte ich mir ein wenig mehr Input gewünscht. So bekommen die Leser noch einen besseren Eindruck von Irland und seinen schönen Ecken, gleichzeitig wäre es eine gute Möglichkeit gewesen um Giovannas Vergangenheit aufzuarbeiten. 
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Fazit:
Ein wunderbares sehr kurzweiliges Buch, das beim Lesen unterhalten kann, durch seine Vielfältigkeit.
Die Geschichte hält einige Überraschungen bereit und hat mir gerade dadurch sehr gut gefallen.
Ich gebe dem Buch 5 Sterne und kann empfehlen es zu lesen.
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Samstag, 13. Juli 2019

Fünf Sterne für dich

Rezension zu "Fünf Sterne für dich"

von Charlotte Lucas

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*Werbung- unbezahlt
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Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung und ist nicht von dritten beeinflusst.
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Vielen Dank an Bastei Lübbe, für das zur Verfügung stellen, des Buches.
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Konrad ist Mitte dreißig und ist davon überzeugt das er alles Schlechte von sich fernhalten sollte. In seiner Vergangenheit haben er und seine Tochter Mathilda einiges erlebt und er möchte nun ein komplett anderes leben.
Beruflich kümmert er sich darum, Rezensionen zu schreiben nach Kundenwunsch. Das bedeutet das die ein oder andere Rezension übertrieben gut ausfällt, ohne das das Produkt den Anforderungen entspricht. Auch in seinem Privatleben, bewertet er Situationen und Menschen mit Sternen.
Unteranderem die hübsche Klassenlehrerin Pia, die seine Tochter betreut. Bei einem Elternabend bewertet er sie aus Langeweile in seinem kleinen Buch mit nur zwei Sternen. Pia entdeckt das Buch und kann es kaum fassen. Sie möchte Konrad vom Gegenteil überzeugen, bzw. ihm mal ordentlich eins auswischen. Als neuer Elternvertreter muss sie Konrad nun um Aufgaben kümmern, die er eigentlich garnicht tun müsste. Pia und Konrad kommen sich immer näher und arbeiten schon bald in eine Richtung. 
Wird Konrad bei seiner Beurteilung von Pia bleiben?
Und welche Vergangenheit verfolgt Konrad und Mathilda?
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Das Cover entspricht sehr genau den Stil der Autorin Charlotte Lucas. Die sehr dominierende Farbe ist lila und somit sehr ausdrucksstark. In Gelb entdeckt man einen großen Stern, der gestrichelt dargestellt wurde. Auf dem Stern entdeckt man die Schattenumrisse, von Pia, Konrad und Mathilda, alle sind so gezeichnet dass sie den Personen entsprechen.
Der Buchschnitt, ist wie bei allen ihren Büchern bunt und sehr auffällig gehalten.
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Als Buchblogger, war es mich keine Frage das ich dieses Buch lesen muss. Als Blogger kann man sich gut in jemand hineinversetzen der Bewertungen schreibt. Allerdings im Gegensatz zu Konrad auf ehrlicher Basis und Empfinden. Mein Interesse für das Buch war also schnell geweckt.
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Die Charaktere im Buch sind unglaublich gut ausgewählt und sehr interessant. Charlotte Lucas kann die Personen sehr genau umschreiben, ohne es übertreiben. Als Leser kann man sich genau vorstellen wie Konrad und Pia aussehen und wie sie charakterlich sind. 
Zunächst hatte ich auf den ersten Seiten einen ganz anderen Eindruck von Konrad, der eher als Einzelgänger und übervorsichtiger Mensch vorgestellt wird. Nach und nach entwickelt er sich aber weiter und öffnet sich für die Außenwelt. Für seine Tochter scheint er ein sehr liebevoller Vater zu sein, der aber leider auch viel zu vorsichtig scheint und sie vor Situationen schützt die nicht umgangen werden können.
Pia hingegen ist ein freundlicher Mensch, der allen gegenüber offen ist und noch dazu sehr aufmerksam und hilfsbereit. Manchmal ist sie einfach zu nett und das bekommt sie leider auch oft wieder zurück. 
Zu einigen Nebencharakteren kommt noch die gesamte Klasse von Pia, zu der auch Mathilda gehört. 
Kaum ein Autor schafft es soviele Charakter interessant zu zeichnen, ohne das der Leser überfordert ist und schnell den Überblick verliert. 
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Ich denke das ich nicht zu viel verrate, wenn ich darüber berichte das sich das Buch viel mit dem Thema Mobbing auseinandersetzt. Ein unglaubliches wichtiges Thema, dass viel häufiger ins Gespräch kommen sollte. Die Autorin schreibt sehr genau über das Thema und man spürt das sie sich sehr genau damit auseinander gesetzt hat. Das Thema ist nicht nur angekratzt, sondern noch dazu gut aufgearbeitet bis zum Schluss. 
Zusätzlich dazu kommt es noch zu der Vergangenheit von Konrad und Mathilda, die ich nicht weiter erwähnen möchte. Durch einige in kursiv geschriebene Seiten, bekommt man als Leser einen guten Einblick in die Vergangenheit, die ein großes Trauma ausgelöst hat.
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Durch die immer mal wieder auftauchenden Rückblicke ist die Spannung definitiv gegeben, man möchte einfach mitverfolgen wie es weitergeht. Auch die langsam aufkeimende Liebesgeschichte und das Mobbing, möchte man weiter mitverfolgen, um sicherzustellen das es zu einem Happy End kommt.
Vom Spannungsaufbau bis zum Schluss und der damit verbunden Überraschung aus der Vergangenheit von Konrad, ein sehr gut gelungener Plot.
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Fazit:
Für mich war es das erste Buch von Charlotte Lucas das ich lesen durfte. Das Buch ist unglaublich aussagekräftig und spannend. Über die komplette Länge von 570 Seiten, konnte mich das Buch mitreißen und den Spannungsaufbau oben halten.
Am Ende konnte mich die Autorin sogar vollkommen überraschen, allein diese Tatsache macht das Buch zu einem wirklichen Highlight.
Ein Buch das wirklich 5 von 5 Sterne verdient hat. Ich kann nur empfehlen sich mit dem Buch und der Thematik zu befinden.
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Samstag, 6. Juli 2019

"Prince of Passion-Logan"

Rezension zu "Prince of Passion -Logan" 

von Emma Chase

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*Werbung - unbezahlt
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Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung und ist nicht beeinflusst von dritten.
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Vielen Dank an Endlich.kyss für das Rezensionsexemplar das mir zur Verfügung gestellt wurde.
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Dieses Buch ist der dritte Teil einer Reihe, die man besten der Reihe nach lesen sollte. An sich sind die Bücher in sich abgeschlossen, aber wenig Spoilern kann man sich beim Lesen trotzdem. Somit tendiere ich dazu mit dem Teil über Nicholas zu beginnen und mit Logan zu enden.
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Ellie ist die kleine Schwester von Olivia, die vor einiger Zeit in die königliche Familie von Wessco eingeheiratet hat. Logan ist der Bodyguard der Familie und die beiden verbringen viel Zeit miteinander. Beide finden sich anziehend, wissen aber das dies nicht sein darf. Denn Logan darf seinen Job nicht riskieren, somit müssen seine Gefühle weiterhin verdeckt bleiben. Doch Ellie versucht alles um Logan vom Gegenteil zu überzeugen und für Logan wird es immer schwerer. Langsam kommen sich die beiden näher und alles wird sehr kompliziert.
Haben die beiden eine wirkliche Chance?
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Wie auch bei den beiden Büchern davor, hat mir der Schreibstil der Autorin wieder sehr gut gefallen. Es ist locker und leicht geschrieben, mit ein wenig Witz und Charme. Emma Chase kann den Leser damit sofort und in die Geschichte hinein ziehen. 
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Bis ca. zur Hälfte des Buches, baut sich alles auf verschiedene Zeitsprünge auf. Mal geht es zurück in den ersten Teil der Reihe, wo sich Logan und Ellie kennenlernen. Danach springt man nach vorne in die Geschichte von Henry hinein. Die Sprünge sind mal ein paar Wochen, mal Monate oder sogar ein Jahr. Erst dann kommt man langsam in die Gegenwart von Logan und Ellie. Bei dem Rückblick erfährt man leider nicht all zu viel neues von den Charakteren, sondern eher einige Details die man bereits kennt. Für mich war es teilweise wie eine Art Nacherzählung formuliert. 
Sicherlich nicht verkehrt, nochmal das bereits gesehene aufzufrischen, hier hätte man aber sicherlich viel mehr Länge herausnehmen können. Ich hätte mir einfach gewünscht viel mehr über Logan und Ellie zu erfahren, da fehlte mir leider einfach die Spannung.
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Bei dem Rückblick und den Blick in die Zukunft erfährt man nicht nur etwas über Ellie und Logan sondern auch sehr viel über die anderen Charaktere. Ich würde fast sagen, das ich jetzt mehr über die anderen und ihre kleinen Geheimnisse weiß, als über die Hauptcharaktere, die leider nur Nebenrollen eingenommen haben.
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Ab der Hälfte des Buches wird es dann ein wenig spannender, weil Sachen passieren die bisher unbekannt sind. Hier baut sich eine Spannungskurve auf, die vieles verspricht, mich am Ende dann aber leider wieder enttäuscht hat. Es endet viel zu schnell und brutal und wirkt eher unrealistisch und seltsam. Ich kann mich kaum auf das Passierte einlassen und schon ist es bei den Charakteren bereits wieder vergessen.
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Das Ende ist sicherlich nicht überraschend, aber trotzdem auch lesenswert. Es endet meiner Meinung nach wie in einem Märchen, mit "Friede, Freude, Eierkuchen" und das alles recht flott. Hier war mir das Ende dann ein wenig zu perfekt. 
Den Charme der königlichen Familie mag ich allerdings immer noch sehr und hab mich um Palast beim Lesen sehr wohl gefühlt.
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Fazit:
Leider war das Buch für mich ein wenig schwächer, als die Bände 2 und 3. Die Nacherzählungen und Zeitsprünge haben mir ein wenig etwas von Logan und Ellie in der Gegenwart genommen. Allerdings kann man das Buch als gutes Ende einer gelungen Buchreihe betrachten. Die Bücher sind sehr lesenswert und haben sicherlich durch den königlichen Charme, etwas das andere Bücher nicht haben.
Ich fand das Buch nicht schlecht und sicherlich lesenswert, allerdings kann ich hier im Vergleich zu den Vorgängern nur 3 von 5 Sternen vergeben.
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Cornwall für Anfänger

Rezension zu „Cornwall für Anfänger“  von Karin Lindberg .... *Werbung - unbezahlt  .... Vielen Dank an die Autorin Karin Lindberg die mir d...