Sonntag, 28. April 2019

Broken Darkness - So verlockend

Rezension zu "Broken Darkness - So verlockend"


Werbung - unbezahlt

Vielen Dank an Endlich.kyss und den Rowohlt Verlag, für das Rezensionsexemplar das mir zur Verfügung gestellt wurde. 

"Broken Darkness- so verlockend" ist der vierte Band einer Reihe, die mit diesem Band endet. Grundsätzlich sollte man den ersten und zweiten Band zusammen lesen, der dritte und der vierte Teil sind mehr unabhängiger und kann auch ohne Vorwissen gelesen werden.

Tiffany ist die Mutter von drei kleinen Kinder, mit einer unschönen Vergangenheit. Ihr Ehemann Phil hat sie jahrelang geschlagen und schlecht behandelt, bis sie endlich den Mut hatte zu gehen. In einer kleinen Wohnung hat sie sich ein neues Leben mit ihren Kindern aufgebaut, doch die Angst bleibt. Eines Abends taucht Phil wieder in der Wohnung auf und die kleine Familie muss schnell fliehen.
Sie besucht spontan ihre Freundin Annie, die genau weiß wie es Tiffany gehen muss, doch dort trifft sie auch auf Phils Bruder Blake. Blake hat sie vor einiger Zeit nicht so gut behandelt, doch nun scheint er sich zu verändern.
Nach und nach kommt er in ihr Leben und hilft ihr bei allen was mit Phil zu tun hat. Und auch ihrem Herzen scheint Blake gut zu tun. Doch eigentlich kann sie den skrupellosen, aber attraktiven Mann nicht trauen. Die beiden kommen sich auf eine Art näher, die beiden scheinbar sehr gut tut.
Nur wie soll es weitergehen?
Kann Tiffany, Blake trauen oder wird er sie auch verletzten?

Von Tiffany und Blake wusste man aus den vorherigen Büchern nicht allzu viel. Man weiß nur das Blake sehr auf seine Firma fixiert ist und Tiffany nicht in seinen Leben dulden möchte, mit Geld versucht er sich frei zukaufen. Tiffany ist die starke und taffe Frau, die vieles in ihrem Leben aushalten musste und nun versucht alles zu ändern. An dieser Stelle starten wir mit "Broken Darkness - so verlockend", mit zwei Charakteren die dem Leser also noch etwas fremd sind.
Dahingehend hatte ich anfangs Probleme mich in die Charaktere und ihre Eigenarten einzufinden.

Tiffany sowohl Blake sind beide etwas gewöhnungsbedürftig. Ich finde toll wie Tiffany ihr Leben bestreitet und sich stark gibt, und versucht alles alle zu meistern. Blake hingegen ist unfreundlich und anangenehm, seine Nähe sucht man nicht gerade gerne als Frau. Von seiner beschriebenen Attraktivität bleibt meiner Meinung nach, mit diesen Charakterzüge nichts übrig. Nach und nach erfährt man mehr über die Hintergründe, die sich mir aber auch nicht wirklich erschließen. Hier hätte die Autorin viel mehr aus den Charaktern machen können. 

Phil, der ja anfangs als eine sehr wichtige Person gehandelt wird und für beide Charaktere viele schlechte Erinnerungen birgt, wird viel zu wenig thematisiert. Immer mal wieder wird er erwähnt, aber nur einmal taucht er bewusst auf und das auch nur für eine kleine Sequenz. Ich finde die Autorin hätte hier viel mehr aus der Situation machen können, somit wäre auch mehr Spannung in der Geschichte gewesen. 

Der Schreibstil der Autorin ist auch wie in den anderen drei Büchern, sehr angenehm und lädt zum schnellen weiterlesen ein. Die Sätze sind kurz und prägnant und keinesfalls zu kompliziert formuliert. 
Unterteilt ist das Buch in mehrere Kapitel, die wiederum unterteilt sind unter Tiffany und Blake. Aus Tiffanys Sicht erfährt man allerdings einiges mehr als von Blake.

An sich fand ich die Story über die gesamte Länge etwas unrealistisch dargestellt. Meiner Meinung nach ging es mir mit Blake und Tiffany und ihrer Art sicher näher zu kommen, ein wenig zu schnell. Vorallem wenn man die Vorgeschichte von Tiffany näher betrachtet, scheinen die Sexszenen etwas unwirklich. Noch dazu die Art und Weise wie die beiden sich dabei behandeln. Ich möchte nicht Spoilern, deswegen möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber mir war es einfach zu billig. 

Vom Beginn des Buches bis zum Ende der Geschichte sind vom Gefühl her höchstens zwei Wochen vergangen. Was er mir noch schwerer macht, die Geschehnisse nachzuvollziehen. Hier hätte die Autorin die Geschichte und viel genauer ausarbeiten können. Der Spannungsbogen konnte leider auch nicht aufrecht gehalten werden und hat mich teilweise eher gelangweilt. Mir fehlte leider auch die Erotik und Romantic, die man in dieser Reihe sicher erwarten sollte.

Schön fand ich die Beziehung zwischen Tiffany und ihren Kindern, die sehr herzlich und voller Liebe gestaltet war. Die drei Kindern wurden toll beschrieben und waren somit sehr sympathisch. 

Fazit:
Von den vier Büchern der Reihe, war dieses für mich leider am schwächsten. Als vierten Band hätte ich mir ein tolles Finale gewünscht, das den Leser noch einmal mitreißen kann, dies war leider nicht der Fall. Wegen der doch vielen Punkte die mir nicht zugesagt haben, kann ich dem Buch leider nur 
2 von 5 Sterne geben.

Samstag, 27. April 2019

Mister West

Rezension zu "Mister West" von Vi Keeland


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Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.
Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung zum Buch und ist nicht beeinflusst durch dritte.

Rachel Martin ist Studentin und steht kurz vor ihrem Abschluss in Musiktherapie. Neben dem Studium arbeitet sie in einer Bar in Brooklyn, zusammen mit ihrer besten Freundin Ava. Ava steht ihr immer zur Seite und die beiden vertrauen sich jedes Geheimnis an. Beide haben leider nicht gerade viel Glück mit Männern und erleben so manchen Reinfall. 
Rachel tritt kurz vor Ende des Studiums noch eine neue Stelle als Assistentin des Professor an, der auch ihr Doktorvater werden soll. Gerade zu ihrer ersten Stunde kommt sie zu spät, obwohl sie weiß das Caine West das überhaupt nicht leiden kann. Im Hörsaal stellt sie fest, das Caine nicht nur sehr attraktiv ist, sondern ihr auch schon einmal begegnet ist und sie nicht gerade sehr nett zu ihm war. 
Schnell wird Rachel klar, das Caine ihr gefährlich werden könnte, aber da ist es bereits zu spät.

Das Cover des Buches finde ich toll und auch sehr typisch für die Autorin. Es ist dunkel und schlicht gehalten, und man erkennt den Körper und das halbe Gesicht von Mister West. Ich persönlich habe dann immer schon ein Bild des Mannes vor Augen, was ich beim Lesen sehr hilfreich finde.
Der Titel des Buches ist mit einem Grünton, dann wieder etwas auffällig, aber fügt sich gut ins Bild ein.

Das Buch umfasst 361 Seiten und ist somit für mich ein eher kürzeres Buch. Unterteilt ist das Buch in Kapiteln, in den die Überschrift immer verrät aus welcher Sichtweise berichtet wird. Als Leser finde ich es immer toll, wenn man einen Einblick in die Gedanken beide Protagonisten bekommt. Hauptsächlich handelt es sich hier zwar anfangs nur um Rachel, nach und nach kommen aber auch immer mehr Kapitel von Caine hinzu. Die Kapitel sind kurz und daher schnell und angenehm lesbar. 

Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin gelesen und habe somit ihren Stil recht schnell wieder erkannt. Denn Vi Keeland schreibt mit Charme und Witz, so dass die Leser auch gerne mal lachen können. Leider war dies am Anfang schon vorhanden, leider war es mir dann in der Mitte des Buches ein wenig zu schwach. Ansonsten hat die Autorin eine klare und einfach Art, Dinge oder Momente aufs Papier zu bringen. Sie umschreibt nicht ausführlich Situation, sondern lässt sie einfach geschehen.

Die Charaktere und ihre Geschichte finde ich sehr ansprechend, und beide finde ich auf ihre Art interessant. Mister West ist natürlich für Rachel eine offene Anziehung und scheint anhand der Beschreibungen sehr sexy zu sein. Der junge Professor, der eigentlich viel mehr versteckt als er preisgibt. Warum hat keine Frau eine Chance bei diesem Mann?
Und was hat Rachel in ihrer Vergangenheit erlebt, dass sie so geprägt hat?

Vi Keeland befasst sich auch hier mit einem Thema das in die Tiefe geht, was sie wie ich finde sehr gut hinbekommen hat, ohne dabei zu aufdringlich zu sein.

Die Sexszenen sind für mich anfangs etwas unrealistisch bzw. unpassend dargestellt. Mit der Zeit wird das ein wenig besser, aber der Beginn des Buches war dahin gehend etwas gewöhnungsbedürftig. Das fand ich in ihren anderen Bücher ehrlich gesagt ein wenig passender beschrieben. Gegen Ende kamen mehr Gefühle ins Spiel, was man auch deutlich in den Sexszenen erkennen konnte.

Leider fand ich auch das hin und her zwischen den Protagonisten nach einer Weile sehr anstrengend. Mal haben sie zu einander gefunden und dann trennten sich wieder die Wege. Für den Leser finde ich das irgendwann nicht mehr so angenehm.

Fazit:
Leider konnte mich das Buch dieses mal nicht so überzeugen, wie es sonst die Bücher der Autorin tun. Einige Dinge fand ich unpassend und nicht so interessant dargestellt. Der Anfang des Buches war okay und das Ende war toll, aber der Mittelteil war meiner Meinung nach viel zu lang gezogen.
Daher kann ich dem Buch leider nur 3 von 5 Sternen geben!

Freitag, 19. April 2019

Sommerträume auf Cape Cod

Rezension zu "Sommerträume auf Cape Cod" 

von Ella Thompson


Werbung - Rezensionsexemplar

Auf diesem Weg vielen Dank an den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.

"Sommerträume auf Cape Cod" gehört zu der Lighthouse Saga. Der erste Band "Rückkehr nach Sunset Cove" ist bereits Anfang des Jahres erschienen. Im August folgt dann der letzte Band der Reihe. Die Charaktere aus dem ersten Band tauchen in diesem Buch wieder vermehrt auf, daher würde ich sagen ist es besser die Bücher der Reihe nach zu lesen, um sich nicht selbst zu spoilern.
Die Rezension zum ersten Teil gibt es bereits hier auf meinem Blog, wenn man sich weiter informieren möchte.

Andrew Hunter und sein Bruder Niclas haben lange Zeit einen Bogen gemacht um das Sommeranwesen der Familie in Cape Cod. Vor vielen Jahren wollte sich hier die Mutter der beiden das Leben nehmen. Im letzten Jahr hat Niclas den Weg zurück gefunden auf die Insel und gleichzeitig die große Liebe gefunden. 
Andrew ist Arzt in einem Krankenhaus und wird dort handgreiflich gegenüber einem Patienten und wird für vier Wochen von der Arbeit suspendiert.  Auf Sunset Cove zieht er sich zurück und sammelt Kraft für weitere Entscheidungen. Aber auf der Insel gibt es viele Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend und somit an seine erste Liebe Holly Clark. Holly lebt noch immer auf der Insel und führt ein kleines Restaurant. Als sich die beiden das erste Mal nach vielen Jahren wieder begegnen scheint die Situation sehr schwierig zu sein. Aber recht bald kommen sich die beiden wieder näher als sie erwartet haben. Doch warum haben sich die beiden damals getrennt? Die Hintergründe scheinen ungeklärt und ein alter sehr unsympathischer Bekannter taucht im Leben der beiden auf. 

Das Cover des Buches ist wieder wunderschön gestaltet und lädt zum Träumen ein. Zarte rosafarbene und pastellige, warme Farben passen sich perfekt dem Strand und dem Leuchtturm an. Im Hintergrund geht die Sonne unter und man erkennt ein Paar mit seinem Hund spazieren gehen.

Die Protagonisten Holly und Andrew sind beide sehr gut charakterisiert und unglaublich sympathisch. Holly ist eine starke und sehr emanzipierte junge Frau, die ihr Leben im Griff zu haben scheint. Seit einigen Jahr führt sie das Restaurant ihres Vaters und kümmert sich um ihren Bruder Jackson. 
Andrew dagegen scheint ein erfolgreicher Arzt zu sein, der aber mit seinem Leben nicht glücklich ist. Die Arbeit im Krankenhaus überfordert ihm sehr und hält ihm vom Leben ab. Deshalb kommt für ihn der Moment perfekt, sein Leben ein wenig zu entschleunigen und sich neu zu finden.
Durch das Lesen des ersten Bandes, kennt man beide bereits ein wenig und kann sich jetzt ein besseres machen. Toll finde ich, dass Ella Thompson uns mitnimmt in die Vergangenheit von Andrew und Holly. Interessant fand ich auch das Marie und Niclas, eine wichtige Rolle in der Story spielen, somit kann man ihr Leben auch ein wenig mitverfolgen.

Mit seinem 428 Seiten und 26 Kapiteln ist das Buch doch etwas umfangreicher. Durch den frischen Schreibstil der Autorin, fällt das Lesen allerdings sehr angenehm aus. Ella Thompson baut einige Spannungselemente in das Buch mit ein und kann somit die Kurve bis zum Ende aufrecht erhalten. 

Für das Setting, Cape Cod zu wählen finde ich wie auch bei Band 1, bereits sehr treffend. Man kann Leser mit Strand, Meer und Inselleben, meist direkt überzeugen. Denn beim Lesen kommt immer ein emotionales Gefühl auf, und eine Art Fernweh.

Fazit:
An sich hat mir das Buch sehr gut gefallen und konnte mich überzeugen. Die Protagonisten und auch die Handlungen sind gut herausgearbeitet und das Setting rundet das ganze perfekt ab.
Leider fällt mir aber auch auf, dass sich die Geschichte von Andrew doch sehr mit der von seinem Bruder Niclas ähnelt. Ab Seite 200 kann man bereits ahnen in welche Richtung es gehen könnte. Denn auch in diesem Buch wird es gegen Ende doch etwas dramatischer und zu der Liebesgeschichte kommen einige Krimielemente dazu. Hier war es mir dann leider etwas zu vorhersehbar!

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen!

Donnerstag, 18. April 2019

Wir und all die Farben

Rezension zu "Wir und all die Farben" 

von Michelle Schrenk


*Werbung - unbezahlt

Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung zum gelesenen Buch und ist unbeeinflusst von Aussenstehenden.

Erstmal vielen lieben Dank an Michelle Schrenk, und die Agentur "Mainwunder" für das Buch und die tolle Aktion rundherum.

Lina Seidel liebt ihr Leben und dass obwohl sie in der Vergangenheit schwere Zeiten durchstehen musste. Ihre Liebe zur Mode und ihr hierhin gehendes Talent, versucht sie zum Beruf zu machen. Ihr Traum vom eigenen Modeladen scheint in greifbarer Nähe zu sein. Nebenher arbeitet Lina in einer Stadtmission und setzt sich nur zu gerne für Menschen ein, die Hilfe benötigen. Lina liebt es bunt und ist der Meinung das man sich das Leben immer wieder bunt zeichnen muss, auch wenn es mal wieder sehr trist und aussichtslos erscheinen mag.
Auf einer Abendveranstaltung lernt sie Jakob Wolf kennen, der viel Arroganz ausstrahlt. Jakob scheint sich nicht wirklich für die Menschen um sich herum zu interessieren, das einzige was für ihn zählt ist er selbst. Anderen gegenüber wirkt er eher gefühllos und desinteressiert. 
Unerwartet kommen sich Lina und Jakob näher, aber beide wehren sich gegen die Gefühle die aufzukommen scheinen. Lina entdeckt das hinter Jakobs Fassade doch mehr steckt als sie erwartet hat, denn auch Jakob trägt etwas mit sich herum das ihm zu dem Menschen macht, der er gerade ist.
Hat die Liebe der beiden eine Chance?
Oder ist das Geheimnis das Jakob verbirgt schlimmer als erwartet?

Michelle Schrenk hat ein wunderschönes buntes Cover gewählt, dass sich super harmonisch zum Titel des Buches zeigt. Vorne erkennt man einen Schattenumriss eines jungen verliebten Paares. Rundherum erkennt man viele bunte Farben und Blumen, die sich über die gesamte Seite ziehen. Der Titel ist blau und eher neutral gehalten, der Hintergrund ist weiß und es fliegen ein paar Pusteblumen durch das Bild. Ein wunderbares Cover, dass dem Leser direkt ins Auge springt und sich gut im Bücherregal macht. Ein Buch das man so selten in Buchhandlungen sieht und somit für mich etwas besonderes ist.

Die Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein und doch sind sie sich so ähnlich. Lina sowie Jakob sind beide sehr kreativ, nur das einer dies auslebt und der andere alles etwas verdeckt hält. Auch wenn Jakob anfangs etwas verschlossen ist, so war er mir doch recht schnell sympathisch und wirkt interessant. Ich wollte einfach erfahren wie es mit dem arroganten und geheimnisvollen Jakob weiter gehen mag. Lina hingegen liebt das Leben und versucht es aufzusaugen, dass finde ich persönlich sehr inspirierend. 

Die Autorin nutzt in ihren Buch viele sehr gefühlvolle Worte und Sätze, die den Leser zum nachdenken  bringen. Beim lesen habe ich mir einiges markiert, weil mich die Sätze so berührt haben. Ansonsten ist der Stil von Michelle Schrenk sehr offen und wortgewandt, ohne dabei schwer zu wirken. Der Sprache ist locker und leicht und es hat mir Freude gemacht das Buch zu lesen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl Lina und Jakob vor mir zu sehen, ein wenig wie in einem Film.

"Egal, wie grau alles erscheint,
du brauchst nur 
die richtige Farbmischung,
die alles wieder ins Lot bringt."
Zitat S.97

Man erkennt über die gesamte Länge des Buches immer wieder den roten Faden, den man sich bei Büchern erhofft. Der Titel des Buches "Wir und all die Farben" wird thematisch immer wieder aufgegriffen. Selbst wenn man Anfangs eher wie der Protagonist Jakob sein mag, so ändert man sich auch als Leser nach und nach und kann sich dem Motto gegenüber öffnen. Mir persönlich hat das Thema von der ersten Seite an sehr zu gesagt, da ich es sehr wichtig finde. Auch wenn das Leben oft gemein scheint, so darf man nicht aufgeben und muss sich zurück besinnen auf das was man hat und dann erscheint auch das Leben wieder etwas bunter und weniger trist. 

Überrascht war ich ganz klar von der Spannung im Buch. Natürlich hat man erwartet das sich ein Geheimnis hinter Jakob verstecken mag, aber ich hatte eher in eine andere Richtung gedacht. Um so mehr war ich angetan, von der Idee und der Umsetzung, denn schöner hätte das ganze nicht zusammen passen können. Wer vermutet das Buch ist vorhersehbar, der irrt sich und erlebt sicherlich nach einiger Zeit eine Wendung.

Fazit:
Es war mir eine große Freude das ich dieses Buch lesen durfte. Es war für mich das erste Buch von Michelle Schrenk und wird ganz bestimmt nicht das letzte Buch bleiben. Durch ihren Stil konnte ich mich super auf das Thema und die Protagonisten einlassen. Für mich ein Buch das dieses Jahr ein Highlight für mich werden könnte.
Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen und kann es nur weiter empfehlen. Ein Buch das dem Leser den Frühling/Sommer sicherlich noch etwas bunter machen kann, als er sowieso schon ist.

Sonntag, 7. April 2019

Sterne sieht man nur im Dunkeln

Rezension zu "Sterne sieht man nur im Dunkeln" 

von Meike Werkmeister


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Vielen Dank an den Goldmann Verlag, für das zusenden des Rezensionsexemplares. Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung zum gelesenen Buch.

Anni ist Mitte dreißig und arbeitet in einer Agentur als Game- Designerin. Sie lebt zusammen mit ihrem langjährigen Partner Thies in einem kleinen Haus in Bremen. Alles scheint seit Jahren gleich und festgefahren. Als Thieß plötzlich über das heiraten nachdenkt, wird alles anderes. Noch dazu bekommt Anni einen führenden Job angeboten in Berlin. Wie soll es nur weitergehen mit Anni?
Vor Jahren hat sie sich ihr Leben noch ganz anders vorgestellt und was ist nun aus ihr geworden?
Plötzlich meldet sich ihre Jugendfreundin Marie aus Norderney bei ihr. Kurzentschlossen macht sich Anni auf den Weg nach Norderney, um dort sechs Wochen zu verbringen. Eine Zeit in der sie über sich selbst und das Leben nachdenken kann.
Welchen Weg wird Annie danach gehen? Und hat ihre Liebe zu Thies noch eine Chance?

Das Cover des Buches ist wunderschön und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Es ist einerseits weiß und clean, anderseits aber auch bunt und farbenfroh, ohne überladen zu wirken. Der Titel ist in gold/gelb Tönen gehalten, der Name der Autorin sticht in rot hervor.
Das komplette Buch ist optisch sehr schön dargestellt worden. Immer wieder entdeckt man schöne kleine Zeichnungen mit einprägsamen Sprüchen. Am Ende des Buches sind alle Sprüche aus dem Buch nocheinmal auf extra Seiten abgedruckt, farblich dargestellt. Somit kann man sie toll aus dem Buch heraus trennen und kann sie z.B. aufhängen.
Generell fällt auf, die Gestaltung des Buches mit sehr viel Liebe zusammengestellt wurde.

Anni war mir ab der ersten Seite sehr sympathisch, da ich mich gut in sie hinein versetzen konnte. Sie ist Mitte dreißig und weiß nicht mehr wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Im Job hat sie sich etwas festgefahren mit den Jahren, denn eigentlich hatte sie mal andere Pläne. Nebenbei arbeitet sie hobbymässig an Drucken mit schönen Sprüchen, die sie über das Internet verkauft. Das ist eigentlich die Arbeit die sie liebt, aber damit selbstständig machen?
Heiraten scheint ihr auch gerade völlig verkehrt obwohl sie ihren Freund Thies sehr liebt. Aber auch die Beziehung ist mit den Jahren anders geworden.

Auch die Nebencharaktere im Buch sind sympathisch und interessant dargestellt, so dass man sich direkt ein komplexes Bild von ihnen machen kann. Teilweise haben die Charaktere viel Humor und unterhalten den Leser gerade deshalb sehr gut. Auch der immer wieder auftauchende "Dorfcharme" ist wirklich unterhaltsam und hat mich zum schmunzeln gebracht.

Das Setting hätte mit Bremen und Norderney nicht treffender sein können. Meike Werkmeister beschreibt wunderbar die einzeln Orte, so dass ich als Leser förmlich das Gefühl hatte das mir die Meeresluft um die Nase weht. Gerade zum Thema "Selbstfindung"passen Orte am Meer immer sehr gut, da sich die Gedanken am Meer so gut zerstreuen lassen.

Meike Werkmeister hat einen locker, leichten Schreibstil, der einen wunderbar mitreißen kann. Die Sätze sind kurz und klar. Ich hatte das Buch in anderthalb Tagen bereits ausgelesen und das zeigt deutlich wie gut mich das Buch mitnehmen konnte.

Fazit:
Für mich ist das Buch "Sterne sieht man nur im Dunkeln" ein richtiges Wohlfühlbuch, das man immer wieder lesen. Ein Buch hinter dem man nicht so viel Tiefgang erwartet, aber am Ende doch noch sehr überrascht wird. Über die gesamte Ebene kamen immer wieder Gefühle auf, doch am Ende kamen mir doch sogar die Tränen. Das Buch hat mich zum nachdenken gebracht und hat mich doch mit einem guten Gefühl zurück gelassen. Toll finde ich, dass es noch dazu keine schwere Kost ist und man es toll auch zwischendurch lesen kann. Das Ende mag vielleicht teilweise vorhersehbar, aber doch begleitet man Anni gerne auf ihrem Weg.
Gerne würde ich mehr über Anni erfahren, wie geht es nach dem Ende des Buches mit ihrem Leben weiter? Ich freue mich auf viele weitere Bücher der Autorin, die ich mit diesem Buch für mich entdecken konnte.
Deshalb gebe ich dem Buch 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!

Samstag, 6. April 2019

Broken Darkness - So gefährlich

Rezension zu "Broken Darkness - So gefährlich" 

von M. O´ Keefe


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Vielen Dank an den Verlag für das zusenden des Rezensionsexemplars. Die Rezension beruht auf meiner eigenen Meinung zum Buch und ist nicht beeinflusst.

Broken Darkness ist der dritte Teil einer Reihe aus dem Rowohlt Verlag/Endlich Kyss. In den ersten beiden Teilen war die Rede von Dylan und Annie, die sich kennenlernten. Die beiden hatten eine dunkele Vergangenheit, die man nach und nach erforschen konnte. Der dritte Teil handelt dagegen von Joan und Dylans Bruder Maxs. Man kann die Bücher gut unabhängig von einander lesen, ist aber schon besser informiert wenn man beim ersten Teil anfängt.

Joan hat ein wichtiges Ziel vor Augen, sie möchte ihre Schwester aus den Fängen einer Sekte befreien. Dafür tut sie alles und kennt keine Grenzen. Um dem Ziel näher zu kommen, arbeitet sie in einem Stripclub, da sie hier die Kontakte zur Sekte vermutet. Sie versteckt sogar eine Bombe im Club und sprengt einen Teil in die Luft. Danach entführt sie Max, den gefährlichen Anführer eines Motorradclubs, der noch dazu sehr attraktiv ist. 
Max hat die richtigen Kontakte, die Joan zu ihrer Schwester führen könnten. Doch leider macht Max es ihr nicht so leicht wie erhofft. Noch dazu entwickelt sich eine gefährliche Anziehung zwischen den beiden, die eigentlich so nicht sein dürfte. 
Kann Joan ihre Schwester befreien? Welche Rolle spielt Max dabei?
Ein dunkles und sinnliches Spiel zwischen den beiden beginnt, aber das Ende scheint nicht weit weg zu sein.

Ich war sehr gespannt auf die Geschichte von Joan und Max, die man bereits in den Büchern davor kurz kennen lernen konnte. Von Joan war ich dann sogar sehr überrascht, den hinter der taffen, starken Frau, steckt trotz der sehr harten Fassade doch viel Gefühl. Jedoch versucht sie es lange versteckt zu halten, den Gefühle machen verletzbar und das hat sie in ihrem Leben leider schon oft erlebt. 
Max dagegen kam mir in den Büchern davor immer sehr hart, gefährlich und unsympathisch vor. Beim lesen wird hier aber klar, dass er vielleicht nicht so hart ist wie er scheint. Denn auch hinter ihm versteckt sich eine Vergangenheit, die ihm zu dem gemacht hat, was er jetzt ist. Beide sind somit wirklich sehr interessante Charaktere, die dem Leser viel zu erzählen haben.

Wie schon erwartet, hat es die Autorin auch hier wieder geschafft mit ihrem Sprachstil zu überzeugen. Die Texte sind locker und fliessend lesbar. In den Dialogen erkennt man etwas dunkles, aber so richtig in die Tiefe gehen sie nicht. 

Leider hat sich der größte Teil des Buches im Auto oder in der Wohnung abgespielt, in der Joan und Max untergebracht wurden. Hier wurde es mir nach einiger Zeit etwas zu fad, denn hier hätte ich mir einfach mehr Unterhaltung gewünscht. Richtig Spannung kam leider nur kurz am Anfang und dann am Ende auf. Aber so schnell wie die Spannung kam, so schnell war sie leider auch wieder weg. Hier hätte die Autorin viel mehr heraus holen können. Gerade aus der Suche nach der Schwester von Joan hätte man etwas großes spannendes machen können. 

Auch hätte ich mir ein wenig mehr Romance erwartet, doch das blieb fast ganz auf der Strecke. Gegen Ende kamen viele Gefühle auf, doch die wollte sich keiner eingestehen. Zwischen Max und Joan entsteht ein furchtbares hin und her und das hat mich wirklich ein wenig beim lesen gestört.

Am Ende gab es ein Happy End, was ich zwar grundsätzlich nicht verkehrt finde, hier aber nicht ganz so passend. Denn das Happy End kam einfach so plötzlich und unerwartet. Vielleicht hätte man das Ende offen lassen können und im nächsten Band dort wieder anknüpfen.

Fazit:
Die Bewertung fällt mir leider etwas schwer dieses Mal. Denn einerseits hat mir das Buch gut gefallen und es konnte mich begeistern. Ich hatte es innerhalb von zwei Tagen ausgelesen. Auf der anderen Seite gab es einige Schwachstellen, die mich nicht begeistern konnte. Aber im großen und ganzen war das Buch besser als der letzte Band. 
Somit gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen und bin gespannt, wohin uns das letzte Buch führt.

Cornwall für Anfänger

Rezension zu „Cornwall für Anfänger“  von Karin Lindberg .... *Werbung - unbezahlt  .... Vielen Dank an die Autorin Karin Lindberg die mir d...